Gesellschaft und Architektur

Nachhaltige Architektur schafft Lebensräume, in denen gesellschaftliche Integration stattfindet. Nachhaltige Stadtplanung beinhaltet unter anderem Aspekte der Menschenwürde, des Sicherheitsbedürfnisses, der Begegnungs- und Kommunikationsräume.

Ganzheitliches, lebenszyklusorientiertes Denken in allen Teilgebieten der Architektur ist die Voraussetzung zur Schaffung von Lebensqualität.

Integrativ

Zu allen Zeiten habe Menschen in Gruppen zusammen gelebt. Die Gruppe war umso überlebensfähiger, umso unterschiedlicher die Mitglieder der Gruppe waren. Der individuelle Mensch war umso stärker & leistungsfähiger, je besser er von der Gesellschaft verstanden wurde.

Dies formuliert unser Leitprinzip für integratives Wohnen, dargestellt am Modellprojekt des Landes Baden-Württemberg, Schwanenhof-Eichstetten. 

Sicherheitsaspekte

Wir unterscheiden zwischen passiven und aktiven Sicherheitsaspekten. Zu den passiven Maßnahmen gehört die Entwicklung von Blickachsen und Sichtbezügen, um überraschende und überfordernde Kontakte zu vermeiden. Dadurch wird die Verunsicherung des Einzelnen vermieden und das sich daraus ableitende Aggressionspotenzial reduziert.

Zu den aktiven Sicherheitsaspekten gehört die Reduzierung von Anonymität, die die Verantwortlichkeit der Bewohner erhöht. So ensteht Bereischaft sich aktiv einzubringen, und Teilnahmslosigkeit wird durchbrochen. Anteilnahme ist ein wichtiger Faktor um nachhaltig Sicherheit für alle zu gewährleisten. Architektonische Maßnahmen, sind z.B. die Umformung von Fluren zu einladenden Begegnungsräumen, kommunikationsfördernde und des Menschen  Würde achtende Eingangsräume.

Menschliche Belange und Bedürfnisse

Der klassische Wohnungsbau wird von Akteuren mit unterschiedlichem Interessenfokus betrieben. Im Fokus stehen die menschlichen Belange und Bedürfnisse der Bewohner.

Begegnungsräume

Begegnungsräume sind ein Instrument, um Sicherheitsaspekte in der Stadtplanung zu berücksichtigen und integrative Gesellschaftsbildung zu fördern. Öffentliche Begegnungsräume geben menschlichen Bedürfnissen Raum sowie Würde, Kommunikation, Achtung und gegenseitige Anteilnahme. Sie fördern die Entwicklung einer stabilen Gemeinschaft. Zum Beispiel kann ein Begegnungsraum entstehen, wenn Fahrräder bei einem Gartenplatz untergebracht werden, mit Bank und Unterstand, statt im Keller in 'Restflächen'.

Stadtplanung

Architektur und Nachhaltigkeit ist keine singuläre Disziplin, sondern ein interdiziplinärer Planungsansatz zur Entwicklung moderner Stadtplanung.  Ganzheitliches, lebenszyklusorientiertes Denken in allen Teilgebieten der Architektur, ist die Voraussetzung zur Schaffung von nachhaltiger Lebensqualität; Better City - Better Life.

Beispiel: Integrativ

Wohnanlage Bahlingen

Beispiel: Menschliche Belange und Bedürfnisse

Die Würde in der Architektur