Frey Architekten Regio Freiburg
Rheinhausen: Erste Schritte sind getan
Badische Zeitung am 1. Februar 2012
Gemeinderat beauftragte Architekt Wolfgang Frey mit Planung des Mehrgenerationenhauses.
RHEINHAUSEN. Die ersten konkreten Schritte für den Bau des Mehrgenerationenhauses sind getan: Der Gemeinderat beauftragte am Tag nach dem positiven Bürgerentscheid den Architekten Wolfgang Frey mit der Planung und stellte den Antrag für Mittel aus dem Ausgleichsstock für den Bereich Kindergarten und Kleinkindbetreuung.
Nachdem am Sonntagabend ein rechtlich gültiger Bürgerentscheid mit einer Mehrheit für den Bau des Mehrgenerationenhauses zustande gekommen war, wurden am Montagabend erste konkrete Entscheidungen gefällt. Der Gemeinderat vergab den Auftrag zur Planung an den Bahlinger Architekten Wolfgang Frey, der bereits bei der Bürgerversammlung einen Rahmen vorgelegt hatte und Erfahrung mit ähnlichen Einrichtungen mitbringt. Aus der Machbarkeitsstudie sollen schnellstmöglich Pläne werden, damit bald ein Bauantrag gestellt werden kann, sagte Bürgermeister Jürgen Louis.
Frey präsentierte vor Gemeinderäten und vielen Bürgern in der gut besuchten Ratssitzung den Umriss des Gebäudes. Im Pflegebereich im ersten Obergeschoss mit rund 1700 Quadratmetern Fläche kann der Architekt aufgrund vieler fachlicher Vorgaben "nur in einem sehr engen Korsett" planen. Frey wählte einen T-förmigen Grundriss mit einem Pflegestützpunkt im Zentrum und drei Fluren mit derzeit 32 Zimmern. Sie sind so angeordnet, dass in jedem der drei Bereiche eine eigene Wohngruppenstruktur entsteht.
Im Erdgeschoss sind nach dem Entwurf rund 1200 Quadratmeter Fläche für Kindergarten und Kleinkindbetreuung vorgesehen. Rund 170 Quadratmeter sind für den Empfang und den Aufzug für den Pflegebereich kalkuliert, rund 32 Quadratmeter für die Haustechnik. Damit blieben rund 220 Quadratmeter für eine sonstige Nutzung offen. Mit diesen Daten wird der Zuschussantrag gestellt. Festgeschrieben ist damit die Flächenzahl, innerhalb des Hauses kann nach Bedarf verschoben werden.
Frey stellt sich dazu Gespräche mit den künftigen Nutzern vor, in denen Bedarf und Wünsche deutlich werden. Auf dieser Grundlage werde sich die konkrete Planung entwickeln. "Wenn wir es wollen, kriegen wir es miteinander hin", sagte Frey.
Der Gemeinderäte äußerten sich zustimmend und gaben in der Mehrheit ihr Ja. Die Freien Wähler enthielten sich. Der Antrag auf Förderung des Bereichs Kindergarten und Kleinkindbetreuung mit Mitteln des Ausgleichsstocks wurde einstimmig auf den Weg gebracht. Aus den Reihen der Bürger gab es am Ende der Sitzung erste Meldungen von Rheinhausenern, die das Angebot zum Mitmachen bei der Planung annehmen wollen.
01. Februar 2012
Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
von: Ilona Hüge

